GDL-Tarifkonflikt: Saarbahn stellt sich auf verschärfte Streiktaktik ein
Nach Angaben des Saarländischen Rundfunks (SR) wolle die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf kürzere Streikintervalle setzen, die zudem noch kurzfristiger angekündigt werden sollen. „Die GDL praktiziert Wellenstreiks, die unsere Fahrgäste treffen. Am Wochenende wurden Streikmaßnahmen zurückgenommen und während der Woche sollen häufigere Streikintervalle stattfinden – die nur noch kurzfristig angekündigt werden. Umso wichtiger ist es, am Ersatzkonzept festzuhalten. Damit haben Schüler, Berufspendler und alle, die auf den ÖPNV angewiesen sind, ein Mobilitätsangebot“, erklärt Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel.
GDL-Tarifkonflikt: Saarbahn stellt sich auf verschärfte Streiktaktik ein - Saarbahn
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Die S1 verkehrt, falls GDL den Streik nicht absagt, mindestens nach dem Ersatzkonzept. Falls möglich, je nach Streikverhalten der GDL, wird versucht, den Regelbetrieb der S1 hochzufahren.
Der Betriebsleiter der Saarbahn, Michael Irsch, erläutert die Herausforderungen beim Wiederhochfahren des Regelbetriebs nach einem Streikende: „Wir optimieren derzeit das Wiederhochfahren in den Regelbetrieb der S1. Das ist eine komplexe Angelegenheit. Die Streikenden müssen sich zurück in den Dienst melden. Parallel muss die Werkstatt drei Züge entkuppeln, die zuvor als Doppeltraktionen im Rahmen des Ersatzkonzepts eingesetzt wurden. Die Fahrzeug- und Personalplanung muss synchronisiert werden. Die Betriebssteuerzentale koordiniert das wieder Hochfahren in den Regelbetrieb. Jedes Fahrzeug muss zu einem bestimmten Zeitpunkt an sein Einsatzort gelangen. Das klingt einfacher als es ist. Die Fahrzeuge, deren Einsatzort sich am nächsten befinden, starten zuletzt. Parallel muss die Fahrgastinformation laufen. Für diesen komplexen Vorgang benötigen wir erfahrungsgemäß zwei Stunden. Diesen Zeitaufwand wollen wir reduzieren, damit wir die Streik-Auswirkungen so gering wie möglich halten.“
Unspezifischer Streikaufruf für Mittwoch liegt vor.