Taubenschlag umgesiedelt – Stadt setzt tierschutzgerechte Lösung um
Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat den bisherigen Taubenschlag im Parkhaus am Lampertshof durch einen neuen Standort am Hauptbahnhof ersetzt. Die Umsiedlung der 140 Tauben erfolgte auf Grundlage eines mit der zuständigen Tierschutzbehörde abgestimmten Konzepts.
Stadttaube - Element allqulity Designe/shutterstock
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Zugleich hält die Stadt an ihrem Ziel fest, mit einem kontrollierten und tierschutzgerechten Vorgehen die Taubenpopulation im Stadtgebiet zu begrenzen.
Im Parkhaus am Lampertshof befand sich seit mehreren Jahren einer von zwei Taubenschlägen, mit denen die Stadt das sogenannte Augsburger Modell umsetzt. Dabei werden Stadttauben kontrolliert gefüttert und ihre Gelege gegen Eiattrappen ausgetauscht. Ziel ist es, die Taubenpopulation in der Stadt zu kontrollieren und damit auch Belangen des Infektionsschutzes für die Bevölkerung Rechnung zu tragen.
Neuer Taubenschlag rund 300 Meter vom bisherigen Standort entfernt
Aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten des Parkhausbetreibers musste der Taubenschlag am Lampertshof zwingend abgebaut werden. Die Tauben wurden deshalb in einen neu eingerichteten Taubenschlag auf dem Parkhaus Bormannspfad am Hauptbahnhof gebracht. Dieser liegt rund 300 Meter Luftlinie vom bisherigen Standort entfernt. Da Tauben sehr standorttreu sind, bleiben die Tiere zunächst im neuen Taubenschlag, um Rückflüge zum Parkhaus zu vermeiden. Anschließend wird ihnen wieder Freiflug ermöglicht.
Die Umsiedlung dient sowohl dem Tierschutz als auch der weiteren Kontrolle der Taubenpopulation. Insbesondere soll verhindert werden, dass die bislang im Taubenschlag betreuten Tiere künftig unkontrolliert im Stadtgebiet brüten. Die Umsiedlung und der neue Taubenschlag wurden durch das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verkehr gefördert.
Landeshauptstadt beobachtet Situation am bisherigen Standort
Vor der Umsiedlung hatte die Stadt die Tiere, die den Taubenschlag am Lampertshof genutzt haben, gezählt. Tatsächlich wurden mehr Tauben an den neuen Standort gebracht, als bei dieser Zählung festgestellt worden waren. Nach Einschätzung der Stadt handelt es sich bei den jetzt noch am Lampertshof beobachteten Tieren daher vermutlich überwiegend um Tauben, die durch das ausgegebene Futter angelockt worden waren und den Standort ausschließlich zum Fressen genutzt hatten.
Seit der Umsiedlung des Taubenschlags am Lampertshof ist zu beobachten, dass vermehrt Tauben den weiter bestehenden Taubenschlag auf dem Parkhaus am Rathaus anfliegen. Die Stadt hat dort deshalb die Futtermenge zumindest vorübergehend angepasst. In Abstimmung mit der Tierschutzbehörde wird die weitere Entwicklung beobachtet und geprüft, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.