Montag, 27. April 2026

Wasserstoffhochlauf: Stadt setzt Maßstäbe bei Umsetzung und Infrastruktur

Anlässlich des bevorstehenden 2. Saarländischen Wasserstoffkongresses unterstreicht die Landeshauptstadt Saarbrücken ihre Rolle als aktive Treiberin und Umsetzerin der Wasserstoffstrategie. Während auf Landes- und nationaler Ebene Konzepte diskutiert werden, setzt Saarbrücken bereits konkrete Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette um.

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Oberbürgermeister Uwe Conradt - LHS

Oberbürgermeister Uwe Conradt - LHS

Oberbürgermeister Uwe Conradt - LHS

„Wir reden nicht über Wasserstoff – wir bringen ihn auf die Straße. Saarbrücken steht für Umsetzung, Geschwindigkeit und kommunale Innovationskraft“, erklärt Oberbürgermeister Uwe Conradt.

Die Landeshauptstadt baut ihre Position als zentraler Wasserstoffstandort im Saarland und in der Großregion konsequent aus. Die Bilanz ist klar:

  • 28 Wasserstoffbusse sind mittlerweile im Linienbetrieb im Einsatz und stärken die klimafreundliche Mobilität in der Stadt.
  • Mit der Inbetriebnahme der neuen kommunalen Wasserstofftankstelle der Saarbahn in der vergangenen Woche wurde ein weiterer zentraler Infrastrukturbaustein realisiert.
  • Mit dem GAMOR-Kraftwerk, errichtet durch die EnergieSaarLorLux, an der die Stadt zu 49 Prozent beteiligt ist, schafft Saarbrücken die Voraussetzungen für eine CO₂-neutrale Energie- und Wärmeversorgung. Das Gasmotorenkraftwerk ist „H₂-ready“ und kann perspektivisch vollständig mit Wasserstoff betrieben werden.
  • Saarbrücken beteiligt sich zudem am Projekt eines Elektrolyseurs im Nordsaarland, der Wasserstoff aus Windenergie produzieren wird.
  • Bereits vor fünf Jahren wurde mit der Begleitung einer privatwirtschaftlichen Wasserstofftankstelle ein wichtiger Grundstein für die Infrastruktur gelegt.
  • Im Rahmen der aktuellen Arbeiten an der Kommunalen Wärmeplanung werden sich zudem Perspektiven für die Weiterentwicklung der verschiedenen Netze ergeben.

Parallel stärkt die Stadt ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Im Rahmen eines Austauschs mit Patrick Weiten, Präsident des Département Moselle, wurden in der vergangenen Woche gemeinsame Perspektiven diskutiert – insbesondere zur Förderung und Nutzung von natürlich vorkommendem Wasserstoff als Zukunftsthema in der Region.

„Die Transformation gelingt nur im Schulterschluss – kommunal, regional und europäisch. Saarbrücken übernimmt dabei Verantwortung und gestaltet aktiv mit“, so OB Conradt.

Vor dem Hintergrund des Wasserstoffgipfels wird zugleich deutlich: Saarbrücken ist nicht nur Veranstaltungsort, sondern ein zentraler Akteur der praktischen Umsetzung.

„Unsere Projekte zeigen, dass der Wasserstoffhochlauf längst begonnen hat. Entscheidend ist, dass die kommunale Ebene als Umsetzungstreiber noch stärker in strategische Formate eingebunden wird“, erklärt der Oberbürgermeister.

Die Landeshauptstadt wird ihren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und ihre technologieoffene Transformation in den Bereichen Mobilität, Energie und Wärme sowie ihre Projektpartnerschaften weiter ausbauen – mit dem klaren Ziel, Saarbrücken als führenden Innovationsstandort der Energiewende in der Großregion zu etablieren.